Erste Lungenklinik in Namibia eröffnet

Donnerstag, 18. Dezember 2014, 07:45 Uhr

Namibia hat Mitte August seine erste Lungenklinik eröffnet. Möglich gemacht haben dies auch die fachkundige Beratung aus Bern und die gespendeten medizinischen Geräte aus der Schweiz.

Das Welwitschia-Krankenhaus in Walvis Bay beherbergt die erste Lungenklinik des Landes. (Foto: Dr. Christophe von Garnier)

Mit diesem Plethysmographen können die Ärzte im Welwitschia-Krankenhaus seit August die Lungenfunktion ihrer Patienten messen. (Foto: Dr. Christophe von Garnier)

Namibia hat Mitte August im Welwitschia-Krankenhaus in Walvis Bay die erste Lungenklinik des Landes eingeweiht. Der Eröffnung geht eine intensive Zusammenarbeit des Welwitschia-Spitals mit der Universitätsklinik für Pneumologie des Inselspitals, unter der Leitung von Prof. Thomas Geiser, und dem Spital Netz Bern voraus: Dr. Christophe von Garnier – selber gebürtiger Namibianer und Pneumologe am Spital Tiefenau – hat dafür gesorgt, dass medizinisches Knowhow und notwendige Geräte nach Namibia gelangen.

Unter von Garniers Leitung erreichten im Sommer dringend benötigte Lungenfunktions- und Bronchioskopiegeräte das namibische Privatkrankenhaus. Auch ein hochmoderner Computertomograph konnte in Betrieb genommen werden. Von diesen Geräten werden in Zukunft aber nicht nur Privatpatienten profitieren, sondern auch Patienten des öffentlichen Gesundheitswesens – zu gross ist das Bedürfnis nach professionellen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.

Ausbildung von Fachpersonal enorm wichtig
Um dem Patienten-Andrang gerecht zu werden setzt von Garnier auf einen nachhaltigen Austausch von schweizerischem und namibischem Fachpersonal: Schweizer Ärzte sollen Fachpersonen in Namibia ausbilden, namibische Ärzte sollen künftig in der Schweiz weitergebildet werden.

«Dies ist notwendig, damit die Zusammenarbeit auch in Zukunft Früchte trägt. Nur wenn die Schweiz und Namibia in engem Kontakt bleiben und sich regelmässig austauschen, können beide Seiten dazulernen», so von Garnier. Um die Umsetzung kümmert er sich gleich selbst: In den nächsten Monaten wird er mehrere Male nach Namibia fliegen, um die Zusammenarbeit weiter zu festigen.

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